flasbarth 1Vom 30. Mai bis 5. Juni fanden die deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit statt. In dieser Zeit besuchten Staatssekretäre verschiedener Bundesministerien acht Berliner Schulen, um den Nachhaltigkeitsgedanken gezielt an die jüngere Generation heranzutragen.

Der nachhaltige Schutz von Natur und Umwelt – diesem Anliegen hat sich die Peter-Lenné-Schule in Berlin Steglitz-Zehlendorf verschrieben. So freuten sich die rund 40 Schülerinnen und Schüler der 12. und 13. Klasse, auf die Diskussion mit Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium.

Die Peter-Lenné-Schule in Berlin Steglitz-Zehlendorf ist ein Oberstufenzentrum für Natur und Umwelt und zugleich Staatliche Fachschule für Gartenbau Berlin. Die Schülerinnen und Schüler haben sich auf die Diskussion mit dem Staatssekretär aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gut vorbereitet. Sie griffen das Stichwort Reaktorsicherheit sogleich auf: Was geschieht mit dem Atommüll, wenn die Atomkraftwerke nach und nach abgeschaltet werden? Flasbarth erläuterte, der Ausstieg aus der Kernenergie sei sozusagen "absehbar beendet". Was hingegen nicht geklärt sei, ist der Verbleib des Atommülls.

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Staatssekretär Flasbarth (M.)
beim Besuch der Peter-Lenné-Schule

Atommüllendlager voraussichtlich ab 2033
Ursprünglich war dafür der Standort Gorleben an der Elbe vorgesehen. Da hierfür ein wissenschaftlicher Standortvergleich gefehlt habe, hätte die Fixierung auf Gorleben jahrzehntelang zu Konflikten mit der Anti-Atom-Bewegung geführt.

Die Bundesregierung hat sich daher 2013 auf eine völlig neue Standortauswahl verständigt. Es gibt sozusagen eine "weiße Landkarte" in Deutschland. Man ermittle nun in einem großen und langen Prozess mit Bürgerbeteiligung und Experten die Anforderungen an den künftigen Standort. "Wir gehen davon aus, dass wir im Jahre 2033 im Bundestag die Entscheidung fällen werden, welcher Standort es dann ist." Ab 2050 sei vorgesehen, den Atommüll am endgültigen Standort einzulagern.

"Ich glaube, dass wir die Dinge lösen können"
Eine weitere Frage aus der Runde drehte sich um Fracking, also mit großem hydraulischen Druck und chemischen Zusätzen Erdgas aus unterirdischem Gestein zu pressen: Wird es das auch in Deutschland geben? Der Umweltstaatssekretär verwies auf einen im Mai 2015 von der Bundesregierung beschlossenen Gesetzentwurf, der jetzt in der parlamentarischen Beratung ist. Er schränke Fracking in Deutschland soweit ein, dass es "faktisch nicht stattfinden wird". Der Widerstand dagegen sei einfach zu groß. Deutschland brauche Fracking nicht, so Flasbarth. Dafür sei die Energiewende in Deutschland schon sehr weit fortgeschritten.

Angesprochen auf das Thema Nachhaltige Entwicklung sagte der Staatssekretär, dass sich hierbei in den letzten Jahren sehr viel getan hätte. Als gelungene Beispiele nannte er die deutlich verbesserte Luftqualität im Ruhrgebiet und dass man, insbesondere in den neuen Bundesländern, wieder in der Elbe baden könne. Man müsse daher zuversichtlich sein und die Chancen nutzen, etwas zu gestalten. Flasbarth: "Ich glaube, dass wir die Dinge lösen können."

Text: BundesumweltministeriumFotos: (1) BMUB/Adam Berry
            (2) Bundesregierung/Mehlig

Ursprünglich war dafür der Standort Gorleben an der Elbe vorgesehen. Da hierfür ein wissenschaftlicher Standortvergleich gefehlt habe, hätte die Fixierung auf Gorleben jahrzehntelang zu Konflikten mit der Anti-Atom-Bewegung geführt.

Die Bundesregierung hat sich daher 2013 auf eine völlig neue Standortauswahl verständigt. Es gibt sozusagen eine "weiße Landkarte" in Deutschland. Man ermittle nun in einem großen und langen Prozess mit Bürgerbeteiligung und Experten die Anforderungen an den künftigen Standort. "Wir gehen davon aus, dass wir im Jahre 2033 im Bundestag die Entscheidung fällen werden, welcher Standort es dann ist." Ab 2050 sei vorgesehen, den Atommüll am endgültigen Standort einzulagern.