„nomen est omen" - oder warum die Peter-Lenné-Schule jetzt den Zusatz „Oberstufenzentrum Natur und Umwelt" trägt

„Aha, vom Oberstufenzentrum Agrarwirtschaft kommen Sie. Da werden also Bauern - Entschuldigung: Landwirte - ausgebildet. Dann haben Sie sicherlich auch Kühe auf Ihrem Schulgelände, Trecker und Getreidefelder!"

So oder so ähnlich fingen bisher Gespräche mit Schülerinnen und Schülern, Eltern oder anderen Interessierten an. Dann musste das Bild erst mal in Richtung Gartenbau, Floristik, Tierpflege und Forstwirtschaft korrigiert werden - unsere Schwerpunkte in der beruflichen Ausbildung. Dabei ist unser Aufgabengebiet viel größer: Es schließt neben der Ausbildung die Berufsvorbereitung, die berufliche Höherqualifizierung, die Studienbefähigung und neuerdings das Duale Studium mit ein. Die gemeinsame Klammer für alle diese Bereiche ist die „Natur".

An der Peter-Lenné-Schule werden alle Talente gefördert, die mit der Gestaltung und der Pflege der natürlichen Umgebung zusammenhängen. Das reicht von der Herstellung floraler Werkstücke, dem Anlegen von Bio-Schwimmteichen, der Haltung tropischer Fische bis hin zur Wetterkunde oder zur Analyse von Gewässerqualitäten.

Die gesellschaftliche Bedeutung des Themas „Umwelt" spiegelt sich auch in der Entwicklung der schulischen Bildungsangebote wider: Im September 2015 startet die dreijährige Ausbildung „Umweltschutztechnische/r Assistent/in". Für diesen Bildungsgang wird auf dem Schulgelände eigens das Klimaschutzprojekt BELARE realisiert: Bio-Energie-Labor für Regenerative Energieformen.

Seit 2009 hat die Peter-Lenné-Schule vier Umweltpreise gewonnen - ein Grund mehr, ab jetzt den Zusatz „Oberstufenzentrum Natur und Umwelt" zu tragen.


Rainer Leimgruber
Schulleiter