2013-09 oekowerk 0Ein Forschungsausflug zum Ökowerk am Teufelssee

9:00 Uhr; Treffpunkt S- Bahnhof Grunewald:

Wir aus der Klasse BOS 313 treffen uns für das Fach Agrarwirtschaft zu einer Exkursion, um das Thema „Ökosystem See" durch praktische Anwendungen zu vertiefen.

Nach einem kurzen Spaziergang durch den Grunewald erreichen wir das ehemalige Wasserwerk, welches 1872 gegründet und 1985 zu einer ökologischen Bildungseinrichtung umfunktioniert wurde. Bei einem kleinen Snack auf dem anliegenden Platz erhalten wir einen ersten Eindruck des idyllischen Geländes, auf dem wir nicht nur die Vielfalt der Pflanzen und die schönen Teiche bestaunen, sondern auch einen kleinen Abstecher in den wohltuenden Barfußgarten machen können.

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Zu Beginn weist uns Herr Gube in die Methode zur Untersuchung der ökologischen Wasserqualität des Teufelssees ein. Zur Durchführung teilen wir uns in zwei Gruppen auf. Einige fahren in einem Ruderboot, ausgestattet mit Forschungsequipment und schicken Rettungswesten, zur Badeinsel im Teufelssee.

Von dort entnehmen wir mit einem Wasserschöpfer Wasserproben aus unterschiedlichen Tiefen, messen die Sichttiefe, sowie Temperatur und Sauerstoffgehalt und sammeln Plankton mit einem Planktonnetz. Währenddessen gehen die anderen am Ufer entlang, um die Vegetation zu bestimmen und Fische mit einem Senknetz zu fangen.

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Nach der Freiluftaktion geht es ins Labor, um unsere Proben und Funde zu untersuchen und zu analysieren. Durch einen Blick in das Mikroskop können wir Plankton stark vergrößert anschauen und bestimmen. Zudem betrachten wir größere Lebewesen, wie Libellenlarven, durch das Binokular näher. Gleichzeitig werden die unterschiedlichen Wasserproben mit Hilfe von Labortechnik untersucht und Fische werden bestimmt.

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Anschließend geht es zur Auswertung wieder zurück in den Garten. Durch den hohen Nähstoffgehalt und den geringen Sauerstoffgehalt in den tieferen Wasserschichten, sowie die geringe Sichttiefe, kommen wir zu dem Ergebnis, dass der Teufelssee eutroph (nährstoffreich) ist, was sich eigentlich negativ auf das Leben im See auswirkt. In diesem Fall jedoch befindet er sich in einem stabilen Gleichgewicht und die Gefahr, dass der See umkippt, ist gering. Indikatoren dafür sind ein hoher Sauerstoffgehalt in den oberen Wasserschichten und seltene Fischarten, wie zum Beispiel der Bitterling.

Mit diesem Ergebnis endet der Ausflug, den wir alle durch die kompetente und humorvolle Führung von Herrn Gube, den Spaß an der praktischen Anwendung und das wundervolle Wetter sehr genossen haben.

Melanie Greschuchna und Maja Cozar, BOS 313

 

 

 

Bildnachweis
© 2013, BOS 313, Peter-Lenné-Schule

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