Logo rbbAm 17.März 2013 berichtete der rbb in seiner beliebten Sendung "Gartenzeit" aus der Peter-Lenné-Schule - jetzt sehen in der rbb-Mediathek .

Die nachstehenden Texte stammen von der rbb-Autorin Frau Sylvia Rademacher (Quelle:http://www.rbb-online.de/gartenzeit/archiv/gartenzeit_vom_170/osz.html)

Die rbb Gartenzeit stellt in dieser Sendung Schulgarten und Gewächshäuser der Peter-Lenné-Schule in Berlin-Zehlendorf vor.

Das größte Oberstufenzentrum der grünen Branche ist der Ort, an dem u.a. die angehenden Gärtnerinnen und Gärtner, Floristinnen und Floristen das nötige spezifische Rüstzeug für ihren Beruf erhalten. Aber auch wem nach absolvierter Ausbildung die Lust am Lernen geblieben ist findet hier Möglichkeit, weiter zu lernen.

Idyllisch wie auf dem Dorf. Alltag an der Peter-Lenné-Schule, Oberstufenzentrum Agrarwirtschaft. Jessica Jänicke macht hier ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr und hat alle Hände voll zu tun.

Jessica Jänicke
: Meine Aufgaben sind gärtnerische Arbeiten, zum Beispiel Pikieren, Topfen, Unkraut jäten und zum Teil kümmere ich mich hier um die Tiere. Morgens, gleich früh, werden als erstes immer die Kaninchen gefüttert, dann die Schweine und die anderen Kollegen kümmern sich um die anderen Tiere.

Nebenan bereitet Ingo Schneeweiß mit seinem Kollegen einen Baumkletterkurs vor. Nicht jeder Baum ist mit Leiter oder Steiger gut zu erklimmen, um morsche Äste entfernen zu können. Dann sind Kletterkünstler gefragt. Eine Arbeit, die leicht aussieht, aber enorm viel Konzentration, Fachwissen und Mut erfordert. Neben verschiedenen Schulabschlüssen werden junge Menschen im OSZ zu Gärtnern, Floristen, Forstwirten und Tierpflegern ausgebildet. Darüber hinaus bietet die Schule auf diesen Gebieten verschiedene Weiterbildungen an. Immer im Sinne des Namensgebers Peter Josef Lenné.

Rainer Leimgruber, Schulleiter
Wir sind ganz stolz, dass wir diesen Namen tragen dürfen. Diese Schule hier in Zehlendorf gibt es seit über 110 Jahren und einige Teile unserer Schule haben auch eine Verbindung zur Königlichen Gärtnerlehranstalt, die ja 1823 von Peter Josef Lenné begründet wurde und in dieser Tradition fühlen wir uns. Unsere Schule, unser Name steht für Natur, für Nachhaltigkeit und auch für Visionen.

Aber Visionen oder Blütenträume werden nur wahr, wenn man sein Handwerk von der Pike auf beherrscht. Und das lernen diese Hauptschüler gerade hier im Gewächshaus. Sie belegen berufsbegleitend ein Jahr Gartenbau, das heißt konkret drei Tage Theorie und zwei Tage Praxis.

Janine Rabenhorst: Ich würde schon gern Zierpflanzengärtner werden. Das wäre schon eine gute Sache.

Doch nicht jeder hat am Ende auch Lust einen gärtnerischen Beruf zu ergreifen. Aber Heidrun Bussmann ist schon froh, wenn das Interesse für Natur und Pflanzen geweckt wird.

Heidrun Bussmann, Lehrerin für Fachpraxis
Es kommen Schüler her, die haben mit Pflanzen überhaupt nichts am Hut und wenn dann das Jahr um ist, dann schon doch. Ja, die gucken dann mit anderen Augen, den Pflanzen gegenüber, die Welt an. Und haben dann auch auf der Fensterbank ab und zu Pflanzen zu stehen, was vorher überhaupt noch nicht war. Also so, dieses Interesse für die Natur und für die Pflanzen, das wird schon geschult in diesem Jahr.

Nicht zuletzt weil es auf dem Gelände der Lenné-Schule die unterschiedlichsten Gärten gibt, die die Schüler selbst angelegt haben und die sie natürlich auch pflegen müssen. So wie diesen Kakteengarten. Und die ersten Farbtupfer im Heidegarten machen Lust auf mehr. Auch die leuchtenden Zaubernüsse, die Vielfalt an Gräsern oder das zarte Grün im Bambusgarten lässt uns den Frühling schon ahnen."