Paris 2Deutsch-französische Begegnung im Großraum Paris

6 Tage in Paris mit 16 Schüler/innen aus 4 Bildungsgängen und 7 Klassen der Peter-Lenné-Schule - schon nach kurzer Zeit haben alle zu einer interessierten, aufgeschlossenen und aktiven Gemeinschaft zusammengefunden und konnten gemeinsam mit ihren beiden Lehrkräften und unseren französischen Gastgebern das umfangreiche Programm bestreiten.
Deshalb möchten wir uns zu aller erst für die großzügigen Unterstützung des Deutsch-Französischen-Jugendwerks bedanken, das diese Begegnung mit unseren französischen Partnern ermöglicht hat!


Wie in den Vorjahren stand der Austausch mit unserer Partnerschule und französischen Schülerinnen und Schülern im Mittelpunkt der Woche. Ein Schwerpunkt im deutsch-französischen Dialog war die gärtnerische Ausbildung und weiterführende Qualifikationen in beiden Ländern. Robin und Joshua , Fachschüler der PLS, stellten dazu anschaulich die deutsche Meister- und Technikerausbildung vor.

Unsere französischen Partner zeigten Beispiele der Planung und Umsetzung von Projektarbeiten im Rahmen des „BTS“ für regionale Auftraggeber und als Auswertung internationaler Fachexkursionen z.B. nach Spanien. Der „BTS“ ist vergleichbar unser „Technikerausbildung“ und kann nach dem „baccalauréat“, dem französischen Abitur, erworben werden. Als besondere Herausforderung stellten unsere angehenden Gärtnerinnen Jenni und Karla den Berufswettkampf der Landschaftsgärtner von der regionalen bis zur internationalen Ebene vor. Fachschülerin Steffi gab interessante Einblick in Ihren Betrieb, die Traditionsbaumschule Späth.

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Bei unseren weiteren Fachexkursion in und um Paris wurden die urbanen Freiräume der Stadt und ihre Architektur erkundet. Angefangen mit individuellen Besuchen bei den großen Wahrzeichen des Mittelalters, den Kathedralen von Notre Dame und St. Chapelle über den Louvre und die Gärten der Tuillerien, als Gesellenstück von Le Notre bis hin zu seinem Meisterwerk, dem Park von Versailles. Letzteres als überwältigendes Beispiel dafür, dass es „Bauwerke“ gibt, bei denen nur der persönliche Besuch die Dimensionen und Größe erschließt.- Selbstverständlich erkundeten wir auch das „moderne Paris“. Ausgehend von der Haussmannschen Umgestaltung der Stadt. Schon im 19. Jahrhundert als Ruhepol in der grundlegend modernisierten Stadt eingeplant beeindruckt der Park von „Buttes Chaumont“ bis heute. Der ehemalige Kalksteinbruch wurde einst mit großen Erdbewegungen und umfangreichen Gehölzpflanzungen angelegt und gehörte auch heute noch zu den beliebstesten Ausflugszielen für Einheimische und Touristen. – Mit den Gartenanlagen der Nationalbibliothek Francois Mitterand, dem Park von Bercy und dem Dachgarten „Jardin Atlantique“ auf dem Bahnhof von Montparnasse haben wir auch die Außenhängeschilder der Gartenarchitektur des späten 20. Jahrhunderts kennengelernt.

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Am Samstag dem 13.4. ging es per Flug zurück nach Berlin. Dass nur 2 Tage später Notre Dame in Flammen stand, die fast alle von uns noch einige Tage zuvor besucht und bewundert hatten, macht uns alle traurig. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass der Großteil der Kathedrale gerettet werden konnte.

Text und Fotos: Dr. Ralf Heldmann