Wer war Peter Lenné?

Besessene der Gartenwelten

Anlässlich seines 225. Geburtstages lädt Gartenbaudirektor Peter Joseph Lenné seinen ärgsten Konkurrenten Fürst Herrmann von Pückler-Muskau zum Besuch in die Peter-Lenné-Schule in Berlin-Zehlendorf ein. Doch nach dem erhofft freundlichen Wiedersehen geraten die beiden Rivalen der Gartenkunst schon bald in einen aristokratischen Disput über die wahre Größe ihres Schaffens...

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© 2015 Michael Schäfer, Peter-Lenné-Schule CC-by-nc-nd 3.0 Unported


Peter Joseph Lenné
(1789–1866) stammt aus einer Bonner Hofgärtnerfamilie. Nach seinem Studium der französischen Gartenkunst und Architekturtheorie 1811/12 in Paris ging er als Gärtnergehilfe in der königlichen Gartenverwaltung nach Potsdam. Hier erhielt er von Fürst Hardenberg den Auftrag, den Park des Schlosses Glienicke landschaftsgärtnerisch zu gestalten.

lenne portraitPeter Joseph Lenné um 1850
C. J. Begas
Bei dieser Arbeit lernte er den Baumeister Schinkel kennen und sie entdeckten ihre Gemeinsamkeiten. Die Landschaft sollte an markanten Punkten durch eine auf sie zugeschnittene Architektur „verschönert” und zu einem übergreifenden Ganzen verbunden werden.

Ziel dieser Bemühungen war für beide Künstler die „ästhetische Erziehung des Menschen”. Sie planten Landschaftsgestaltung nach ihren Ideen und prägen bis heute Potsdam, dessen Umgebung und Teile der Havellandschaft.

Lenné setzte sich mit Erfolg für eine geregelte, an den Naturwissenschaften orientierte Ausbildung von Gärtnern ein, was 1823 zur Gründung der ersten Gärtnerlehranstalt führte. Europäischen Ruf erlangte Lenné durch die Umgestaltung des Tiergartens in Anlehnung an den englischen Gartenstil.

1862 schrieb Lenné als eines seiner letzten Bekenntnisse:

„Gottes Natur – mein Meister,
Sein Himmel – meine Heimat,
und meine Werkstatt – seine weite, schöne Erde."


Seine bekanntesten Werke sind:

  • der Park von Sanssouci
  • der Tiergarten
  • die Pfaueninsel in Berlin
  • die Schlossparke von Glienicke

Bildnachweis: Wikimedia-Commons; Lizenz: gemeinfrei


Siehe auch:

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