Schulportrait


Was ist ein OSZ?

Die berufliche Bildung durch das Land Berlin findet überwiegend an Oberstufenzentren (OSZ) statt. Sie sind in 13 Berufsfelder (z. B. „Gesundheit“, „Metalltechnik“, „Wirtschaft und Verwaltung“) gegliedert. Ca. 55.000 Schülerinnen und Schüler werden an den OSZ in rund 600 anerkannten Ausbildungsberufen unterrichtet.

Jedes Oberstufenzentrum – zur Zeit sind es 34 - vereinigt unter einem Dach verschiedene Bildungsgänge, die der Berufsvorbereitung, der Ausbildung oder der Weiterbildung in seinem  Berufsfeld dienen. Damit wird das Bildungssystem für den einzelnen Schüler/die einzelne Schülerin durchgängig, das heißt: für eine berufliche Höherqualifizierung muss die Schule nicht verlassen werden.

 Lust auf Natur?

Die Peter-Lenné-Schule erhält Besuch von ihrem Namensgeber.
Ein Video von Michael Schäfer mit Schülern und Lehrern des Oberstufenzentrums.
In Zusammenarbeit mit dem OSZ KIM, Baumpflegeservice Peter Kohn und der Landesstelle.

 

An der Peter-Lenné-Schule, im „Grünen Bezirk“ der Bundeshauptstadt gelegen, sind  viele verschiedene Schultypen, die zum Berufsfeld Agrarwirtschaft gehören, zusammengefasst:

  • In der Staatlichen Fachschule für Gartenbau Berlin haben Gärtner/-innen  und Florist/-inn/-en mit abgeschlossener Ausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung die Möglichkeit, sich in einem viersemestrigen  Studiengang in Vollzeitform zum/zur Techniker/-in  (Landschaftsbau) und in Teilzeitform zum/zur Wirtschafter/-in  (Floristik / Garten- und Landschaftsbau/ Friedhofsgärtnerei / Absatz, Markt und Produktion) weiterzubilden; außerdem wird eine Aufstiegsfortbildung zum/zur Geprüften Fachagrarwirt/-in Baumpflege und Baumsanierung in modularisierter Form angeboten. Dieser Lehrgang erfolgt in Zusammenarbeit mit der Lehranstalt für Gartenbau und Floristik Großbeeren e.V. (LAGF). Zusätzlich wird eine Fortbildung zum European Treeworker angeboten (5 Module);
  • in der Berufsschule erhalten die Auszubildenden der Berufe Gärtner/-in, Forstwirt/-in, Florist/-in und Tierpfleger/-in ihre schulischen Lernangebote innerhalb des dualen Ausbildungssystems;
  • in der Fachoberschule haben Schüler/-innen mit Realschulabschluss nach ihrer Berufsausbildung im Berufsfeld Agrarwirtschaft die Möglichkeit, in einem einjährigen Vollzeitlehrgang die Voraussetzungen für ein Studium an einer Fachhochschule zu erwerben;
  • in der mehrjährigen Berufsfachschule werden Schüler/-innen, die mindestens die Berufsbildungsreife (ehem. Hauptschulabschluss) haben, in einer vollschulischen Ausbildung auf die Berufsabschlussprüfung der Berufe Florist/-in oder Tierpfleger/-in vorbereitet
  • in der einjährigen Berufsfachschule werden Schüler/-innen, die mindestens die erweiterte Berufsbildungsreife (ehem.  erweiterter Hauptschulabschluss) haben, auf eine Berufstätigkeit vorbereitet und haben die Möglichkeit. den Mittleren Schulabschluss zu erreichen;
  • in einjährigen Vollzeitlehrgängen können berufsschulpflichtige Jugendliche, die keinen Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag erhalten haben, fachbezogenen Unterricht und praktische Unterweisungen erhalten sowie ihren Hauptschulabschluss nachholen;
  • und in Berufsbefähigenden Lehrgängen sollen Schüler/-innen der Sekundarstufe I erst einmal zur Aufnahme einer beruflichen Ausbildung oder Beschäftigung befähigt und motiviert werden und die Möglichkeit erhalten, ihren Hauptschulabschluss zu erhalten.

Der Vorteil dieser organisatorischen Konzentration liegt in der gemeinsamen Nutzung der vielfältigen schulischen Einrichtungen: Ein 14.000 m²  umfassendes Freigelände mit einem attraktiven Angebot an Einzelpflanzen, Pflanzengruppen und Baumaterialien steht für fachpraktische Übungen und fachtheoretische Anschauung als „Werkstatt unter freiem Himmel“ zur Verfügung. Dazu gehören ein kleines Kiefernwäldchen sowie eine Baumschule, Grabeland und Bauplätze für verschiedenartige gärtnerische Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten. Großzügige Gewächshäuser geben Raum zur Aufzucht und Pflege umfangreicher Pflanzensammlungen, erweitert durch botanische Versuche und Demonstrationen zur Bereicherung des Unterrichts. Praktischen Übungen im Landschaftsbau dient eine 300 m²   große Werkhalle, die angeschlossenen Werkstätten können für praktische Holz- und Metallarbeiten genutzt werden - wie übrigens auch von außereuropäischen Stipendiaten (in der dem OSZ angeschlossenen Landesstelle für gewerbliche Berufsförderung in Entwicklungsländern). Durch die Mithilfe bei der Fütterung und Pflege von Tieren und dem Bau von Stallanlagen soll den Großstadtschülern der Umgang mit Tieren nahegebracht und Verantwortung für sie geweckt werden.

Natürlich gibt es auch eine Bibliothek mit einem umfangreichen Buch- und Zeitschriftenbestand. Die Mediothek der Schule enthält die notwendigen audio-visuellen Hilfsmittel auf dem neuesten Entwicklungsstand. Das gilt auch für die moderne EDV-Ausstattung, die als unentbehrlicher Bestandteil eines praxisbezogenen Unterrichts anzusehen ist. Eine Mensa wird neben den verschiedenartigen Pausenhöfen für die unterrichtsfreie Zeit gern besucht - alles in allem als Beiträge zu einem „grünen“ Umfeld, das einem administrativen und kulturellen Ballungsraum wie Berlin zusätzliche Lebensqualität verleiht.

Zum Seitenanfang